Technisches Lexikon

A

Abgasverlust
Bei der Verbrennung von Öl oder Gas im Heizkessel kann die eingesetzte Energie nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Die in den Abgasen enthaltene Wärmemenge, die über den Schornstein in die Atmosphäre entweicht, wird als Abgasverlust bezeichnet.

Der Schornsteinfeger überprüft bei seiner jährlichen Emissionsmessung, ob die Verbrennungsqualität und der Abgasverlust den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Aber: Selbst wenn er Ihnen einwandfreie Werte bescheinigt, sagt das nur wenig über die tatsächliche Energieausnutzung Ihres Wärmeerzeugers aus, da diese maßgeblich auch durch Abstrahlungsverlusteverluste und Stillstandsverluste beeinflusst wird (siehe Norm-Nutzungsgrad).

B

Bivalenter Warmwasserspeicher
Ein bivalenter Warmwasserspeicher wird bei Solaranlagen benötigt, er ist mit zwei Wärmetauschern ausgestattet. Der untere Wärmetauscher ist mit der Solaranlage verbunden und der obere mit dem konventionellen Heizsystem. Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasserspeicher entsprechend zu temperieren, wird die Trinkwassererwärmung über den Heizkessel sichergestellt.
Brennwerttechnik
Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umszusetzen und zu nutzen. Die Brennwertkessel verfügen über Hochleistungs-Wärmetauscher, die die Abgase bevor sie durch den Schornstein entweichen soweit abkühlen, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte Kondensationswärme zusätzlich auf das Heizsystem überträgt.

Mit dieser Technologie erreicht ein Gas-Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 109%, ein Öl-Brennwertkessel bis zu 104%. Brennwertkessel arbeiten dadurch besonders energiesparend, was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont.

H

Hauswasserfilter
Nach den technischen Regeln muß in Deutschland nach der DIN 1988 in jedem Haus ein Wasserfilter eingebaut sein.

Dieser Wasserfilter schützt den Verbraucher vor schmutzigem Wasser. Verunreinigtes Wasser kann in der Leitung sein wenn z.B. die Feuerwehr eine Löschübung macht oder aus den Hydranten Wasser entnommen wird. Verschmutztes Wasser kann auch durch Wasserrohrbrüche oder durch Fliessrichtungsänderung in der Leitung hervorgerufen werden.

K

Kondensation
Die Kondensation beschreibt den Übergang eines Stoffes von dem gasförmigen in den flüssigen (oder auch festen) Aggregatzustand.

Somit ist die Kondensation das Gegenteil der Verdampfung. Verdampfung und Kondensation erfolgen, bei gleichem Druck und der gleichen Temperatur. Kondensierte Stoffe werden als Kondensat bezeichnet.

N

Niedertemperatur-Heizkessel
Ältere Heizsysteme werden in der Regel mit einer hohen konstanten Kesselwassertemperatur betrieben, die mindestens 70-80°C betragen muss, um Kondenswasserbildung und daraus entstehende Korrosion zu vermeiden. Bei Niedertemperatur-Heizkesseln passt sich die Kesselwassertemperatur automatisch der jeweiligen Außentemperatur an. Das bedeutet: der Niedertemperatur-Heizkessel wird mit gleitender Kesselwassertemperatur betrieben, deren Untergrenze bei ca. 40°C liegen kann. Dadurch werden Oberflächen-, Auskühlungs- und Abgasverluste deutlich reduziert, was erheblich Brennstoff spart und die Umwelt schont.
Norm-Nutzungsgrad
Um verschiedene Wärmeerzeuger hinsichtlich ihrer Energieausnutzung vergleichen zu können, hat man den Norm-Nutzungsgrad eingeführt. Der Norm-Nutzungsgrad gibt an, bis zu welchem Prozentsatz die eingesetzte Energie über das gesamte Jahr betrachtet, vom Heizkessel in nutzbare Heizwärme umgesetzt wird. Die Höhe des Norm-Nutzungsgrades wird maßgeblich beeinflusst durch die Höhe der im Betrieb entstehenden Abgasverluste und der Oberflächenverluste.

O

Oberflächenverluste
Oberflächenverluste sind die Anteile der Feuerungsleistung, die über die Oberfläche des Wärmeerzeugers an die umgebende Luft abgegeben werden und somit nicht als nutzbare Heizwärme zur Verfügung stehen. Sie entstehen während der Brennerlaufzeit als Strahlungsverluste oder während der Brennerstillstandszeit als Betriebsbereitschaftsverluste, gerade während der Übergangsmonate oder auch im Sommer, wenn der Heizkessel lediglich zur Trinkwassererwärmung benötigt wird. Die Oberflächenverluste sind in der Regel bei einem alten Heizkessel wesentlich höher als die Abgasverluste. Die Höhe der Oberflächenverluste ist somit ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit Ihres Wärmeerzeugers.

P

PH-Wert
Der pH-Wert sagt aus, ob eine Flüssigkeit sauer, neutral oder alkalisch ist. Ist der pH-Wert kleiner als 7, so ist die Lösung sauer. Ist der pH-Wert genau 7, so ist die Lösung neutral. Ist der pH-Wert größer als 7, so ist die Lösung alkalisch (basisch).

R

Raumluftabhänige Betriebsweise
Bei der raumluftabhängigen Betriebsweise entnimmt der Wärmeerzeuger die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Dafür muss der Raum selbstverständlich über ausreichende Zuluftmöglichkeiten verfügen.
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